3 Dinge, die Sie als Führungskraft mit nach 2018 nehmen sollten

Reflexion als Führungskraft

Wie fällt eigentlich Ihr Jahres-Fazit als Führungskraft aus? So mal per Daumen: Top, mittel oder schlecht? Egal, wie Ihre „gefühlte“ Antwort ausfällt, es gibt drei Dinge, bei denen wir Ihnen empfehlen, sich diese nochmal vor Augen zu führen. Um 2017 abzuschließen und sich auf 2018 einzustimmen:

1. Ihr schönstes Erlebnis als Führungskraft

Was hat Sie in Ihrer Rolle als Führungskraft so richtig gefreut? Gab es Situationen, in denen Ihnen das Herz aufgegangen ist? Momente, in denen Sie dachten „Das ist es! Das ist der Grund, warum ich gerne führe!“?

Graben Sie ein wenig in Ihren Erinnerungen, wenn Ihnen nicht sofort was einfällt. Es wird etwas geben, da bin ich überzeugt. Wenn Sie absolut sicher sind, dass es nicht mal ein klitzekleines Erlebnis gab: Bitte hier entlang.

Sie haben in Ihrer Führungsrolle etwas Schönes erlebt? Gut! Und was machen Sie jetzt damit?

Warum ist das so wichtig, dass Sie sich Ihr persönliches Highlight nochmal vor Augen führen?

Ganz einfach:

Es geht um Fokussierung. Um Ihre persönliche Perspektive. Sie kennen es vielleicht – gerade die positiven Dinge werden schneller vergessen. Negatives dagegen bleibt gerne an einem kleben. Das ist aus evolutionärer Sicht sinnvoll, ist es doch wichtiger, sich zu merken, wo der Säbelzahntiger das letzte Mal angegriffen hat, statt sich daran zu erinnern, was für ein schönes Sommerwetter letztes Jahr in der prähistorischen Steppe herrschte.

Naja, oder so ähnlich.

Ausgewachsene PessimistInnen (oder: wie wir untereinander sagen: RealistInnen ;)) haben sich diese „Fähigkeit“ besonders bewahrt. Hier ist der Säbelzahntiger der nervige Kunde, die aggressive Mitarbeiterin. Gerade die ungelösten Konflikte (s. Punkt 2) nagen gerne an einem, ja scheinen manchmal zu überwiegen. Ab diesem Punkt ist es nochmal wichtiger, sich all das zu vergegenwärtigen, was gut läuft. Denn das macht was mit Ihnen. Es steigert Ihr (Führungs-)Selbstbewusstsein und es macht Ihnen klar, was Sie mit Ihrer Arbeit bewirken. Letztlich geht es um nicht weniger als die Sinnfrage: Wozu tragen Sie bei? Werden Sie sich also Ihrer Wirkung bewusst – und nutzen Sie Ihren Einfluss, um noch mehr solcher wunderbaren Erlebnisse als Führungskraft zu haben.

Also – Sie sind dran: Was war Ihr schönstes Erlebnis als Führungskraft in diesem Jahr?

  • Was ist Ihr Fazit aus dieser Erkenntnis?
  • Was ziehen Sie für sich aus diesem Erlebnis? Welche der von Ihnen gezeigten Stärke und Kompetenz wollen Sie ausbauen?
  • Wie sorgen Sie selbst dafür, mehr von diesen Highlights zu bewirken?

 

Noch ein kleiner Tipp für Sie. So simpel, dass er gerne übersehen wird. Doch tatsächlich zeigen Studien immer wieder die Wirkung, die ein Erfolgstagebuch auf die persönliche Verfassung hat. Reflektieren Sie dazu einfach am Ende jedes (Arbeits-)Tages, welche 3 Dinge für Sie gut gelaufen sind. Schreiben Sie diese wenn möglich auf. Machen Sie kein großes Ding davon, es reichen 5 Minuten. Schon nach zwei Wochen werden Sie Effekte bemerken. Warum das so ist, erfahren Sie in Punkt 3.

Vorher machen wir noch einen kleinen Ausflug in das Horrorkabinett jeder Führungskraft :

2. Ihr schlimmstes Erlebnis als Führungskraft

Mal ehrlich: Warum um Himmels Willen sollen Sie sich Gedanken über etwas machen, was Sie vielleicht sogar am liebsten vergessen würden? Den heftigen Streit mit dem Team, die vergeigte Präsentation, das katastrophal abgeschlossene Projekt, dass Sie zu verantworten hatten …

Och, nö.

Lassen Sie uns hier eine Unterscheidung machen: Es geht nicht um die Selbstkasteiung, es geht nicht um das Schuld-Thema. Sind Sie eher so der Bekenner-Typ „was ich alles falsch gemacht habe“ – und dann rattern Sie Ihre Liste runter? Dann nochmal hier entlang. Denn darum geht es gar nicht.

Es geht um Reflexion und Wachstumsmöglichkeit. Und ein Stück Ehrlichkeit zu sich selbst:

  • Was nehmen Sie aus diesem Erlebnis mit? Welche Dinge haben Sie gelernt?
  • Was haben Sie trotz schwieriger Umstände gut gelöst? Gibt es etwas, das Sie bedauern? Wo erkennen Sie Ihre eigenen Grenzen?
  • Wo erkennen Sie eigene Entwicklungsfelder? Wie sind Sie mit diesen dann wiederum umgegangen?
  • Was sagt Ihr Umgang mit eigenen Grenzen, Fehlern, Konflikten, Misserfolgen über Sie selbst aus, über Sie als Führungskraft?
  • Und was hat das für eine Wirkung auf Ihre MitarbeiterInnen?

Wenn Sie dann nun an 2018 denken – und im Bewusstsein, dass Sie es sind, die/der Veränderungen auf den Weg bringen kann: Was schlussfolgern Sie daraus?

Was wollen Sie in 2018 anders machen? Und wie werden Sie das angehen?

Sehr angenehm: Sie besitzen da bereits etwas, was Ihnen genau dabei hilft. Ja, wir kommen zu Punkt 3:

 

3. Ihr Wille zur Weiterentwicklung als Führungskraft

Sie haben Punkt 1 und 2 aufmerksam gelesen, sich Notizen gemacht, Ideen entwickelt? Hervorragend: Sie sind an Punkt 3 angelangt! Dies ist Ihr „innerer Motor“ zur Entwicklung. Das Bewusstsein, dass Lernen und Entwicklung ein natürlicher und willkommener Teil Ihres (Arbeits-)Lebens ist.

Was Ihnen dabei helfen kann, ist unser kostenfreier Emailkurs: In diesem entwickeln Sie in 5 Tagen Ihre Führungskompetenz weiter.

Und Selbstwirksamkeit. Dieser Begriff geht auf Prof. Albert Bandura zurück. Selbstwirksamkeit meint, die persönliche Einschätzung, ob Sie Ihre Ziele auch erreichen können. Dabei ist weniger entscheidend, was Sie wirklich können, sondern ob Sie denken, dass Sie es können!

Kurzum: Was trauen Sie sich zu? Welche Herausforderungen können Sie bewältigen? Wo stecken Sie zurück, wagen sich nicht aus der Deckung?

Ich persönlich liebe dieses Konzept, denn es trägt eine wunderbare Botschaft in sich: Sie können Ihre Selbstwirksamkeit, also Ihre Fähigkeit mit kritischen Situationen umzugehen, steigern. Immer wieder. Gezielt.

Wie das funktioniert? Ganz einfach:

  1. Machen Sie sich Ihre Erfolge bewusst: √ erledigt mit Punkt 1
  2. Reflektieren Sie, welche wirklichen Herausforderungen Sie bewältigt haben und wo Sie noch Entwicklungsfelder sehen: √ erledigt mit Punkt 2
  3. Setzen Sie sich daraus abgeleitet, neue Ziele, die Sie herausfordern, aber nicht überfordern: √ Sie sind dabei, mit Punkt 3!

Sie können nun an dieser Stelle Ihre ganz individuelle Entwicklungsplanung (als Führungskraft aber auch persönlich machen). Oder, wenn Sie ein wenig „Führung“ dabei haben möchten, probieren Sie es doch mal so:

Ihre Jahresplanung als Führungskraft

Nutzen Sie Ihren natürlichen Entwicklungsmotor, indem Sie für 2018 eine knackige Monatsplanung machen, die gleichzeitig Ihre Selbstwirksamkeit stärkt:

  • Überlegen Sie sich für jeden Monat ein Entwicklungsthema, gerne abgeleitet aus Ihren Erkenntnissen aus Punkt 2. Oder aus Punkt 1, wenn Sie eine Stärke weiter ausbauen möchten.
  • Definieren Sie dann die daraus folgende Aktion, eine konkrete Handlung, ein Ziel, dass Sie dabei umsetzen wollen. Tipp: Tragen Sie sich das Thema und Ziel in Ihren Kalender ein und lassen Sie sich automatisiert daran erinnern.Am Beispiel: Für Januar nehmen Sie sich vor, Ihre Fähigkeit zur Wertschätzung weiter auszubauen. An Ihr Ziel: Jede Woche bewusst fünfmal wertschätzend zu kommunizieren, erinnert Sie ein Post-It oder Ihr Kalender. Sie werden sehen: Je häufiger Sie das machen, desto leichter wird es Ihnen fallen. Das Beste: Ca. 30 Tage brauchen wir, um neue Gewohnheiten zu installieren. Wie praktisch, dass der Januar 31 Tage hat … 😉 P.S. zur Wertschätzung gehören auch Sie! Nehmen Sie sich da nicht aus, wenn es darum geht, Anerkennung auszudrücken. Auch Sie machen einen tollen Job!Und so gehen Sie weiter fort: Für Februar (jaja: der hat nur 28 Tage, aber Sie werden es schaffen!) suchen Sie sich bspw. das Thema Eigenverantwortung aus. Als Aktion, als konkrete Handlung überlegen Sie sich, gezielt die Selbstverantwortung Ihrer MitarbeiterInnen anzusprechen, indem Sie Frau Meyer Projekt X übertragen und Herrn Müller bitten, den Kundentermin ohne Sie abzuwickeln.
  • Wenn Sie mögen, dann können Sie sich für 2018 auch ein Oberthema überlegen, eine grundsätzliche Idee, die Sie über die 12 Monate verfolgen möchten. Manchmal ist auch ein Zitat passend. Ich z.B. mag dieses hier:

„Das ganze Leben ist ein Abenteuer“ – Imre Kertész

 

In dem Sinne: Ihnen ein paar gute Feiertage. Wir lesen voneinander in 2018. Oder vorher, wenn Sie mögen.

Herzlich,
Ihre Wiebke Rimasch und Katharina Ludewig

 

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